Bei uns gehts zur Zeit zu wie in einer Achterbahn, rauf und runter mit den Gemuetern und Gefuehlen.
Eiegndlich haetten wir ja nur eine Woche bei meinen Schwiegereltern wohnen sollen und dann war der Plan, dass wir in ein Haus zum "haus"-sitten fuer 6 Monate einziehen. Die Leute, die eigendlich auf einen halbjaherigen Wohnwagentrip gehen wollten haben aber jetzt herausgefunden, dass die Frau Brustkrebs hat und in Behandlung muss. Das kam aus heiterem Himmel fuer sie und wenn ihr ne Minute Zeit habt, faend ichs toll wenn ihr ein kurzes Gebet hochschicken koenntet fuer sie.
Logischerweise konnten wir dann nicht in dieses Haus fuer die naechsten 6 Monate ziehen. Aber die Situation bei Bens Eltern war auch, uhm, leicht angespannt. Der Stress zwei kleine sehr agile Kinder im Haus zu haben war fuer Bens Vater so viel, das der kleinste Vorfall ein Riesenproblem wurde und wir alle wie auf rohen Eiern sasses. Verstaendlicherweise, waren die Emotionen etwas aufgewuehlt, so wuenscht man sich keinen Neustart, was??? Ich war ehrlich gesagt so nah am Wasser gebaut, dass nur ein Wort die Daemme gebrochen hat und bin etwas in ... uhm... Selbstmitleid verflossen.
Nach 10 Tagen packten wir unsere siebentausend Sachen wieder und sind umgezogen. Bens Schwester Jill wohnt normal in Perth (nur 500km suedlich von Albany), ist aber momentan fuer 2 Monate in Albany, da sie im Krankenhaus hier aushilft. Vom Krankenhaus hat sie auch eine superschicke Wohnung gestellt bekommen, worueber wir SEHR dankbar sind, weil wir somit eine vorruebergehende Bleibe haben, aber eben nur vorruebergehend. Warscheinlich koennen wir die Woche nach Ostern in ein Ferienhaus einer Familie aus der Gemeinde einziehen, aber auch nur bis Mitte Juni. In der Luft haengen ist nicht schoen. Und frei fallen noch viel unschoener. Wie gut ist es zu wissen, das Gottes Hand IMMER unter uns ist um uns zu fangen.
Da kommen Fragen auf, und ich will Gott anklagen, will nur endlich meine Koffer auspacken, sehne mich danach etwas Normalitaet und Routine in mein Leben zu bekommen. Oft ist die Versuchung da in Selbstmitleid zu ertrinken, oder Gott Vorwurfe zu machen, weil alles so drunter und drueber laeuft, oder ihm Vorschlaege zu machen, wie er es besser machen koennte... aber trotz aller Huegel und Taeler kann ich nur sagen, dass es die richtige Zeit fuer uns ist hier in Australien zu sein, und Heimweh hab ich auch nicht, auch wenn ich meine Familie und Freunde vermisse... und obwohl ich so ein Zweifler bin, weiss ich, dass Gott uns mit einer Bleibe versorgt, nicht nur einen Bleibe, sondern ein Zuhause wo wir uns wohlfuehlen und daheim sind.
Vor 2 Tagen waren wir an einem entlegenen Strand und ich hab nur so gedacht: "Wow!!! Was fuer ein Privileg hier leben zu duerfen". Und trotz aller Startprobleme, fuehl ich mich wohl.



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